Castello della Sala – Große Weine aus der Isolation
Das Weingut Castello della Sala liegt in der Region Umbrien. Diese mittelitalienische Region ist die einzige des Landes, welche weder Meereszugang noch Auslandsgrenze hat. Man liegt zwar augenscheinlich recht zentral zwischen Rom und Florenz, ist aber eher abgeschieden davon. Aber genau darin liegen der Reiz des Gebietes und seiner Weine. Das erkannte schon Karl der Große als er im 9. Jahrhundert hierherkam. Einigen seiner Gefolgsleute hat es dort anscheinend so gut gefallen, dass sie dablieben. Ein direkter Nachfolger einer dieser Familien war Angelo Monaldeschi della Vipera.
Die Historie von Castello della Sala
Dieser erbaute dann einige Jahrhunderte später, genaugenommen im Jahr 1350, das imposante, mittelalterliche Castello della Sala. Es liegt grenznah der prominenten Toskana ca. 18km nördlich der antiken Stadt Orvieto. Im Jahr 1940 beschloss der Marchese Niccolò aus der Toskana sich mehr dem Weißwein zu widmen und stieß dabei auf das Castello, welches er schließlich restaurierte. Er wollte die lokalen traditionellen Rebsorten pflegen, aber auch internationale Rebsorten wie Chardonnay, Sauvignon blanc und weitere Weißweinrebsorten kultivieren. Sein Wunsch war es, hier einen langlebigen Weißwein von internationalem Niveau zu produzieren. Um dieses ehrgeizige Projekt voranzutreiben, gewann er den damals 25 Jahre jungen Renzo Cotarella als Agronom im Jahr 1979. Dieser wurde mit dem anspruchsvollen Ziel betraut. Nach mehreren reinsortigen Versuchen, speziell mit Chardonnay, welche nur bedingt zu dem gewünschten Resultat führten, war es schließlich die Vermählung der Burgundersorte mit dem lokalen Grechetto, sowie der Ausbau im Barrique und die malolaktische Gärung, welche 1985 zu dem heute bekannten Cervaro della Sala führten und seitdem Eigentümer und Weingenießer weltweit begeistern.
Marchesi Antinori S.P.A., P.zza Antinori, 3, 50123 Firenze, Italien