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Case Basse di Gianfranco Soldera

Große Weine eines streitbaren Mannes

1972 gründete Gianfranco Soldera sein heute 23 Hektar großes Weingut im Südwesten des Montalcino. Er war bis zu seinem Tod im Jahr 2019 eine der streitbarsten Persönlichkeiten der Weinwelt. Von Weinkritikern hielt er nicht viel und auch so war er wenig kritikfähig. Auch das Schutzkonsortium des Brunello verließ er, zerstritt sich mit ihnen. Traurige Berühmtheit macht ein Einbruch in seinen Weinkeller am 02.12.2012. Der oder die Täter öffneten die Hähne der Holzfässer und ließen 60.000 Liter Brunello auf den Boden laufen. Ein grober Akt des Neids eines ehemaligen Mitarbeiters wie sich später herausstellen sollte. Aber Gianfranco war auch eine Persönlichkeit, die von der kompletten Branche respektiert wurde. Er hatte seine ganz klare Vorstellung davon, wie ein großer Wein sein soll. Wir lassen ihn diese Vorstellung gerne mit seinen eigenen Worten beschreiben: „Ein großer Wein zeichnet sich durch Harmonie, Eleganz, Komplexität und Natürlichkeit aus. Er ist unverwechselbar, selten, typisch, langlebig.“ Natürlich wollte er seine Weine mit all diesen Eigenschaften ausstatten und er hat dies sicher auch sehr oft erreicht. Dafür ist er ungewöhnliche Wege gegangen. Er kürzte die Triebe seiner Rebstöcke zum Beispiel nicht, da er der Meinung war, dass die Pflanze im Gleichgewicht bleiben soll. Der Trieb erreicht so die Länge der Wurzeln. Bei seinen Reben sind diese teilweise sehr lang, da die Rebstöcke auf Galestro-Böden stehen. Diese Böden sind zwar sehr mineralhaltig, jedoch nicht sehr fruchtbar und sehr wasserdurchlässig. Optimale Bedingungen, um den Rebstock lange Wurzeln schlagen zu lassen, denn sie müssen das Wasser aus der Tiefe holen. Wir haben bereits viele Weinkeller besucht, doch der Weinkeller auf Case Basse ist ungewöhnlich. Er wurde 14 Meter tief in die Erde geschlagen und die Wände wurden nur mit Natursteinen verstärkt, es findet sich kein Zement. So dringt die natürliche Feuchtigkeit mit bis zu 85% in den Keller ein. Für die besonders saubere Luft hat Gianfranco einen 2 km langen Tunnel bis zum nächsten Wald graben lassen, um die besonders reine Waldluft in diesen Keller zu bringen, damit die Weine reifen können. Seine Weine reifen lange, bis zu 5 Jahre, dort. Doch trotz all der natürlichen Umgebung und Vinifikation, hatte er stetig einen engen Kontakt zur Universität in Florenz und legte großen Wert darauf, jede Phase der Weinbereitung technisch zu erfassen. Ihm lag ohnehin viel an der Ausbildung des Nachwuchses und er lud regelmäßig Studenten in sein Weingut ein. Seine Kinder Monica und Mauro, sowie sein Schwiegersohn Paolo, arbeiten seit vielen Jahren auf Case Basse und sind nun die Erben eines großen Mannes der mit 82 Jahren in seinem Weinberg verstarb. Seine Weine bleiben ebenso streitbar wie ihr Erschaffer, sind sie nichts für hastige Schnelltrinker die den Geschmack von marmeladiger Frucht oder süßlichen Holznoten suchen. Vielmehr sind es subtile Freigeister die den bedachten Genießer in eine ganz eigene Welt des Brunello entführen können. Etwas schwülstig gesagt, lebt der Geist von Gianfranco in ihnen weiter.
Società Agricola Case Basse di Gianfranco Soldera S.R.L., LOC. CASE BASSE SC, 53024 Montalcino (SI)
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