Leidenschaft in Flaschen gefüllt
Wir haben Chiara Boschis vom Weingut E. Pira e Figli während der Vinitaly 2022 bei der Verkostung Ihrer Weine kennengelernt und waren sofort beeindruckt von ihrer charismatischen Persönlichkeit. Wir spürten sofort das Feuer, das in ihr für Barolo brennt und die Passion, mit der sie sich ihren Weinen widmet. Schlicht beeindruckend!
Natürlich ist die Sympathie für eine Person keine Aussage über die Qualität der Weine. Auf diese gehen wir bei jedem Wein einzeln ein.
Chiara leitet das Weingut E. Pira e Figli seit 2010 offiziell. Tatsächlich ist sie aber bereits seit 1980 für die Weinbereitung zuständig. Sie hat es von der Familie Pira übernommen, die bereits seit Ende des 18. Jahrhundert Winzer im Barolo sind.
E. Pira & Figli – Chiara Boschis – Die Weinberge
Das
Weingut E. Pira & Figli – Chiara Boschis ist heute im Besitz von insgesamt
11 Hektar Weinberge im Piemont. Chiara hat sich bereits früh mit der
Nachhaltigkeit ihrer Arbeit beschäftigt und seit 2014 ist die Kellerei
bio-zertifiziert. Die Produktion des Weingutes mit ca. 40.000 Flaschen im Jahr
ist sehr klein und daher auch immer streng limitiert. Das Hauptaugenmerk liegt
auf Barolo, es gibt insgesamt 8 Einzellagen in den Gemeinden Barolo, Serralunga
d‘Alba und Monforte d’Alba.
Die Parzellen liegen alle an Steilhängen und
entsprechend anspruchsvoll sind die Arbeiten im Weinberg, die
selbstverständlich ausschließlich manuell erfolgen. Auch in den Weinbergen
spürt man die Leidenschaft Chiaras, nicht nur die Reben werden hier gepflegt,
sondern auch die Diversität. Neben einer hilfreichen Begrünung der Weinberge
gibt es hier auch Bienenstämme. Gemeinsam mit der Natur entstehen hier die
Nebbiolo-Trauben für die großen Weine!
E. Pira & Figli – Chiara Boschis -
Di Vinifikation
Gigi Pira, der letzte Winzer der Familie Pira, war bis zur
Übernahme durch Chiara Boschis der letzte Weinmacher, der die Vinifikation noch
komplett ohne technische Hilfsmittel umsetzte. Das hieß natürlich auch, dass
die Trauben noch in großen Bottichen mit den Füßen gestampft wurden. Doch
inzwischen ist die Weinbereitung auf dem neusten Stand. Die manuell gelesenen
Trauben werden im Weinkeller angequetscht und dann gemeinsam mit dem Most in
Gärbottiche gefüllt. Hier läuft die Fermentation unter strenger Kontrolle der
Temperatur ab. Während des Vorgangs wird der Tresterhut regelmäßig
untergetaucht, damit alle Stoffe aus den Trauben in den Wein einziehen.
Anschließend erfolgt der Abstich und die Umfüllung in Barriques und großen
Tonneaux. Hier ruhen die Barolo nun ca. 24 Monate, ehe sie auf die Flasche
kommen. Aber auch in der Flasche darf der Wein noch 12 Monate ruhen, damit sich
die Cuvée verbindet.