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13.09.21

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Subskription von Wein

Was ist Subskription?

Der Begriff Subskription stammt aus dem Latein und setzt sich aus den Wörtern „sub“, was „unter“ bedeutet und „scribere“ also „schreiben“ zusammen. Man leistet demnach eine verbindliche Unterschrift, beziehungsweise eine Zahlung für einen Gegenwert welchen, man erst zu einem späteren Zeitpunkt erhält. Der französische Begriff „souscription“ wird im Wörterbuch als Abonnement übersetzt, ebenso wie das englische „subscription“. Es handelt sich also um ein Vorabverkaufs-verfahren.

Der Ursprung der Subskription liegt tatsächlich im Buchhandel. Zu einer Zeit, als Buchdruck noch einen immensen Kostenfaktor für einen Verlag darstellte, wollte man vorher sicher gehen, dass es sich auch lohnt. Man sammelte entsprechend Vorbestellungen, ließ sich das Buch zu einem günstigeren Preis bezahlen als es später im Laden kosten würde, und relativierte so das Risiko der Kosten. Für den Käufer bestand der Anreiz darin, das Buch zu einem Preis unter seinem eigentlichen Wert erlangt zu haben. Ein Prinzip wie wir es heute bei Aktiengeschäften, Zeitungsabos oder Sicherheitssoftware kennen. Also alles Dinge, mit denen Saittavini nicht handelt. Daher liegt der Verdacht nahe, dass es auch im Weinhandel ein Subskriptionsgeschäft geben muss. Und Sie haben Recht!

Subskription im Weinhandel ist ein Geschäft, bei dem Weine vor ihrer Flaschenabfüllung verkauft werden. Anders ausgedrückt, ist die Subskription auch eine Spekulation. Denn man setzt darauf, dass der Wein zum Zeitpunkt der Auslieferung an Marktwert zugenommen hat. Man geht im Grunde ein Warentermingeschäft ein. Die Subskription von Wein ist vor allem für die berühmten Weine des Bordeaux üblich. Der erworbene Wein wird in dem Fall circa 2 Jahre nach dem Kauf zugestellt. Vereinzelt gibt es mittlerweile auch andere Weingüter, welche ein ähnliches System nutzen.

Eine andere Form der Subskription ist der Kauf per Käuferliste. Dieses System ist speziell durch ein Weingut im Burgund bekannt geworden, der Domaine Romanée-Conti. In diesem Fall gibt es eine sehr, sehr lange Liste. Nur die ersten 100 Plätze sind zum direkten Kauf berechtigt. Die Inhaber einer dieser elitären Plätze müssen den von der Domaine zugeteilten Wein zu einem einseitig festgesetzten Preis kaufen. Wer nicht zahlt, wird einfach von der Liste gestrichen und die Chance, jemals wieder auf diese Liste zu kommen, ist so ziemlich bei null. Denn es sind Tausende, die darauf warten, in diesen Kreis aufgenommen zu werden. Ähnlich einer Chartliste informiert das Weingut im Abstand mehrerer Jahre, auf welcher Position auf der Rangliste sich ein Interessent aktuell befindet.

Was kaufe ich da eigentlich?

Bei dem System der Käuferliste kaufen Sie einen Wein, ohne zu wissen wie dieser einmal schmecken wird. Erst wenn Sie den Wein geliefert bekommen, können Sie sich ein Bild davon machen, ob er Ihnen wirklich zusagt. Es ist also ein wenig wie Schuhe im Internet zu kaufen, ohne Rückgaberecht.

Für die Weine des Bordeaux bedeutet es nicht, dass man die vielzitierte Katze im Sack kauft, also in dem Fall einen fiktiven Wein, dessen Trauben noch am Rebstock hängen. Nein, Sie erwerben einen Wein, der zum Zeitpunkt des Angebots im Holzfass liegt, also ein fertig vergorener Wein dessen verfügbare Menge schon bekannt ist. Die Qualität ist aufgrund der Witterungsverhältnisse des Jahrgangs, der Stilistik des jeweiligen Weinguts und dessen Historie einigermaßen grob absehbar.

Um aber Licht ins Dunkel zu bringen, veranstaltet die Union des Grands Crus de Bordeaux (UGC) jährlich eine sogenannte En Primeur-Woche. Diese findet in der Regel im Frühjahr, meist Anfang April, statt. Tausende von geladenen Journalisten, Négociants, Einzelhändler und Weinkritiker aus der ganzen Welt werden eingeladen, die Fassproben des neuen Jahrgangs zu verkosten und zu bewerten. Deren Publikationen und Bewertungen dienen als Maßstab für die Preisgestaltung des Jahrgangs. Des Weiteren geben sie den potentiellen Käufern eine Vorstellung von der Qualität der einzelnen Châteaus in dem Jahrgang und beeinflussen so maßgeblich die Kaufentscheidung.

In den letzten 2 Jahren konnten die En-Primeur-Verkostungen wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt in Bordeaux stattfinden. Einige wenige Verkoster hatten stattdessen die Möglichkeit, die Jahrgänge 2019 und 2020 in Miniaturabfüllungen im Homeoffice zu probieren.

Und seit wann läuft das schon so?

Aufgrund der langen Historie des Bordeaux, ist man immer geneigt zu denken, dass die Subskription ein seit Jahrhunderten genutztes System ist. Dem ist aber nicht so, das Kaufen von Weinen en Primeur, wie die Subskription im Bordeaux genannt wird, wurde erst ab den späten 1970er und 1980er Jahren wirklich populär.

Der Hintergrund ist recht einfach, die Châteaus brauchten Geld. Zu dieser Zeit gab es eine Folge vieler schwächerer Jahrgänge und das Renommee der Weine war in dieser Epoche nicht sonderlich gut. Die Keller der Weingüter waren daher oft gefüllt mit Flaschen älterer Jahrgänge. Dazu kam der wirtschaftliche Druck, den jüngsten Jahrgang über 2 Jahre hinweg quasi vorzufinanzieren. Der Handel im Bordeaux wurde schon länger über Négociants, große Weinhändler, abgewickelt. Diese waren meist in Frankreich oder den Benelux-Ländern ansässig und finanziell recht potent. Die Vorkasse der Subskription stresste diese in der damaligen Zeit daher wirtschaftlich weniger als die Châteaus. Und da diese den Wein mit deutlichem Aufschlag nach der Auslieferung weiterverkauften, ergab sich eine Win-Win Situation. Welches Weingut die Idee zu dem Geschäftsmodell schlussendlich hatte, ist mir nicht bekannt.

Bis zu dem Zeitpunkt war das Kaufen von Wein nur nach der Fassprobe nicht üblich. Der große Durchbruch der en Primeur Verkäufe kam mit einem Rechtsanwalt. Als der berühmte Weinkritiker Robert Parker den 1982er Jahrgang des Bordeaux sehr wohlwollend in seinem Wine-Advocate bewertete, gingen die Vorbestellungen geradezu durch die Decke und seither ist der Subskriptions-verkauf in Bordeaux nicht mehr wegzudenken.

Ab den späten 1990er Jahren wurde diese Art des Handels immer beliebter. Das lag zum einen daran, dass global einfach mehr Kaufkraft da war, und zum anderen die Zahl der Weintrinker deutlich anwuchs. Dazu ergab die steigende Menge von Weinkritikern und Publikationen, gemeinsam mit dem aufkeimenden Internet eine Transparenz der Qualitäten und brachte einem größeren Publikum Hinweise welche Châteaus es sich zu kaufen lohnt. Leider wurden viele Weine zu Spekulationsobjekten und die Preise einzelner Châteaus stiegen in schwindelerregende Höhen.

Als gutes Bespiel dient Château Mouton Rothschild. Eine Flasche des 1982er Jahrgangs kostete damals rund 50,- D-Mark die Flasche, es war einer der ersten 100 Parker Punkte Weine. Heute wird der Wein für vierstellige Summen gehandelt. In der aktuellen Subskription wird Mouton für rund € 500,- angeboten. Sie sehen, sowohl für die Weingüter, als auch für die Händler hat sich dieses System bewährt.

Aber lohnt sich das System auch für den Kunden?

War früher der en-Primeur Markt nur für den Fachhandel üblich, gibt es heute auch die Gelegenheit für den Endverbraucher, die raren Bordeaux-Weine zu subskribieren. Zwar nicht direkt ab Weingut, aber bei seriösen Händlern wie Saittavini. Aufgrund unserer über 20jährigen Präsenz im Weingeschäft sind wir gut vernetzt und können die Weine direkt aus Frankreich beziehen und Ihnen diese so zu einem sehr guten Preis anbieten. Speziell die Weine der prominenten Weingüter sind zum Zeitpunkt des offiziellen Markteintritts um ein Wesentliches teurer, daran hat auch Corona ausnahmsweise nichts geändert. Auch haben Sie durch den Erwerb von Subskriptionsweinen die Sicherheit, überhaupt an diese Weine zu gelangen. Denn speziell die raren und gesuchten Etiketten sind bei Markteintritt oft gar nicht mehr zu finden. Sie verschwinden oft für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, in den Kellern von Hotels, Sammlern oder Händlern, bis sie zu einem späteren Zeitpunkt zu teilweise absurd hohen Preisen wieder auf den Weinmarkt kommen.

Die Vorteile der Subskription liegt also auf der Hand, Sie erhalten die Weine zu einem günstigeren Preis, welcher meist unter dem späteren Handelspreis liegt. Der Ehrlichkeit halber sei erwähnt, dass es natürlich auch Weine und Jahrgänge gibt, bei denen der Preis auf dem Niveau der Subskription bleibt, wie zum Beispiel der 2007er Jahrgang. In wenigen Fällen, wie bei der überteuerten 2009er und 2010er Kampagne, auch schonmal darunterfällt. Dann heißt es wie beim Aktienhandel, Ruhe bewahren! Oft ist der Markt dann einfach noch zu gesättigt mit den Weinen. Wenn Sie also spekulativ gekauft haben, warten Sie einfach noch etwas, der Markt wird sich mit den Jahren ausdünnen und die Preise dann langsam steigen.

Und selbst wenn nicht, anders als bei Wertpapieren bleibt Ihnen immer ein materieller Wert in Form einer Flasche Wein. Sprich ein wertiges Geschenk für Freunde oder im simpelsten Fall der Genuss des Weines, übrigens ist er ja eigentlich auch dafür gemacht. Sie sehen also, gesetzt dem Fall, dass Sie auch Wein trinken, haben Sie eigentlich nichts zu verlieren.

Kann ich alle Bordeaux-Weine subskribieren?

Nein, genaugenommen ist es sogar die Mehrzahl der Bordeaux-Weingüter, welche sich nicht an dem Geschäft beteiligen. Das liegt oft an dem einfachen Grund, dass sie wesentlich früher nach der Gärung auf den Markt kommen. Denn die meisten Weine des Bordelais sind einfache Tischweine. Eine längere Lagerung ist für diese Weine nicht notwendig, eine Wertsteigerung entsprechend aussichtslos und die Preise liegen in der Regel weit unter € 15,- die Flasche.

Aber es gibt auch berühmte Châteaus, wie der Premier Grand Cru Classé Château Latour, die sich aus dem en-Primeur Geschäft zurückgezogen haben. Latour beendete mit dem Jahrgang 2012 seine Aktivitäten in dem Zusammenhang und vermarktet seine Weine seither in einer eigenen Release-Kampagne. Statt große Teile der Weine an die Zwischenhändler zu verkaufen und somit an künftigen Wertsteigerungen der Flaschen nicht mehr teilzuhaben, betreibt das Château eine extreme Verknappung. So hat das Gut ca. 40 % des Weines älterer Jahrgänge noch in den eigenen Beständen. Bei etwa 300.000 Flaschen Produktion des Grand Vin sind demnach noch bis zu 120.000 Flaschen für den Inhaber-Konzern PPR (Pinault-Printemps-Redoute) verfügbar. Bei den aktuellen Marktpreisen für ältere Latour‘s kommt so ein schöner Betrag von weit über 100 Millionen Euro aus der Ernte eines einzigen Jahres zusammen. Und das zusätzlich zu dem bereits getätigten Abverkauf von 60% des Weines an den Zwischenhandel der Courtiers. Es ist folglich davon auszugehen, dass weitere Betriebe in der nächsten Zeit folgen werden.

Wie kann ich Bordeaux subskribieren?

Das ist relativ einfach, das wichtigste haben Sie schon getan, Sie sind auf unserer Homepage. Alles was Sie nun tun müssen, ist unser Angebot von Bordeaux-Weinen in der Subskription durchzuschauen und Ihre Favoriten rauszupicken. Ich gebe Ihnen als Rat bei der Auswahl zu bedenken, welche Weine Sie selber gerne trinken und wieviel Geld Sie ausgeben möchten. Überlegen Sie auch, welche Weine Sie spekulativ kaufen möchten und welche zum Konsum. Ein Mix aus beiden macht sicher Sinn und Freude.

Der Rest ist ganz einfach! Legen Sie Ihre gewünschten Artikel in den Warenkorb, wählen Sie Ihre Zahlungsmethode und bestätigen Sie Ihren Kauf. Sie erhalten von uns eine Rechnung als Beleg über den Kauf und sobald die Weine in einigen Monaten versandfertig sind, wird Ihre Lieferung an die gewünschte Adresse gesendet. Bitte informieren Sie uns, sollte sich Ihre Empfangsadresse ändern, damit wir dies in unserem System hinterlegen können.

Bedenken Sie beim Kauf von Weinen in der Subskription, dass Sie diese vorher nicht probieren und auch nicht bei uns umtauschen oder zurückgeben können. Denn wie eingangs geschildert, ist dies ein Warentermingeschäft. Und wie heißt es da immer so schön, gekauft ist gekauft. Bei anderen Wertanlagen können Sie ja auch nicht Ihr ursprüngliches Investment einfach zurückverlangen, nur weil Ihnen die Kursentwicklung nicht zusagt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei dem spannenden En-Primeur Geschäft und wünschen Ihnen ein glückliches Händchen. Sollten Sie dazu Fragen oder Wünsche haben, stehen wir Ihnen natürlich gern beratend zur Seite.