bereits 8.000 Jahre v.Chr. wurden Reben angepflanzt und vergorene Trauben verzehrt
7.400 Jahre v.Chr. wurde im Iran die erste Kelteranlage gebaut
5.000 Jahre v.Chr. breitet sich der Weinbau aus
1.700 Jahre v. Chr. hält die Weinedelrabe Einzug in Europa
Mit Beginn der Römerzeit entwickelt sich die Weinkultur in ganz Europa
Wer hat Wein erfunden?
Die Geschichte des Weins ist bereits so alt, dass die Erfindung nicht nur einem Volk oder einer Person zugeschrieben werden kann. Fakt ist aber, dass der Ursprung auf dem asiatischen Kontinent liegt. Mit den ersten Siedlungen Der Menschen in der Jungsteinzeit wurde auch erste landwirtschaftliche Aktivitäten nachgewiesen. Auch Weinreben wurden angebaut und die Früchte bevorratet. Dies geschah in Krügen, die verschlossen wurden. Mehr braucht eine Traube im Grunde ja auch nicht, um die Weinproduktion zu starten. Traubensaft, wilde Hefen, ein Gefäß und günstige Temperaturen, ein einfaches Rezept!
Damit wir uns nicht falsch verstehen, mit dem Wein, den wir heute genießen, hat dieser noch wenig zu tun. Zunächst wurden noch wilde Reben verwendet, während heute die Edle Weinrebe, Vitis Vinifera, angepflanzt wird.
Die Griechen - die ersten wahren Experten im Thema Wein
Von Asien aus kommend, zog die Weinrebe etwa 1.700 Jahre v.Chr. nach Griechenland ein. Wie heute waren die Griechen damals schon ein Volk des Genusses und der Entwicklung. Sie forschten, probierten aus und stellten erste Regeln für den Weinanbau auf. Der griechische Philosoph und Botaniker Theophrastos notierte erste Empfehlungen zur Reberziehung und den Einfluss des Terroirs auf die Weinqualität.
Wein war damals nicht nur ein göttliches Getränk, man sagte ihm auch heilende Wirkung und Stärkung nach und gehörte zu jeder Feierlichkeit dazu. Jedoch trank man damals eigentlich eher Schorle, denn unverdünnt galt Wein als unangemessen.
Es war daher naheliegend, dass die Griechen diese für sie kostbare Pflanze auch in die von Ihnen eroberte Welt trugen. Und so zog die Vitis Vinifera in südlichen italienischen Weinregionen ein, damit die neuen Siedler und Soldaten ausreichend versorgt werden konnten.
Die Römer - ein Meilenstein in der Geschichte des Weins
Mit Aufbau und Ausbreitung des römischen Reiches verbreitete sich auch der Weinanbau und die Weinherstellung über ganz Europa. Man könnte auch sagen: das römische Reich wäre ohne Wein vielleicht niemals so groß geworden. Denn für dieses Volk war Wein ein wahres Lebenselixier. Ein Liter Wein pro Tag hat der durchschnittliche Bürger getrunken und zwar unabhängig von Reichtum oder Herkunft. Es wurde großen Wert auf die regelmäßige Versorgung der Soldaten geachtet, die vom Wein gestärkt in die Schlacht zogen. Ist so vielleicht der berühmte Schlachtgesang entstanden?
Um die Laune und Versorgung der Kämpfer nicht sinken zu lassen, begann man den Wein haltbar zu machen und setze ihm Schwefel bei. Auch der Zusatz von Gewürzen galt als üblich und wenn alles schief gegangen ist, dann wurde der Wein zu Essig und das Getränk Essigwein genannt. Sie sehen, die Römer wußten sich früh zu helfen und der römische Gott der Ekstase - Bacchus - war zufrieden.
Mit den Römern hielt der Weinanbau auch in Deutschland, Frankreich, Spanien und Einzug. Eine neue Ära begann!
Wein - immer in der Nähe eines Gottes
Während Griechen und Römer unter einer Vielzahl von Göttern den einen dem Wein zusprachen, kam das Christentum auf. Und auch in dieser Religion nimmt Wein eine besondere Stellung ein. Stellvertretend für das Blut Christi wird es für Gottesdienste benötigt und der Messwein ist elementarer Bestandteil dieser.
Umso mehr der christliche Glaube wuchs, umso mehr beschäftigte man sich mit der Herstellung von Wein. Schnell stellte man fest, dass Weine vom Rhein ganz anders schmeckten als jene aus den französischen Weinregionen. In vielen Klöstern wurde Wein angebaut und auch neue Techniken entwickelt. Im Mittelalter begann dann der Handel mit den edlen Tropfen und neue Weinstile entstanden. Wein war nicht nur ein alltägliches Getränk, es wurde ein wichtiges Handelsgut.
Über eine weitere göttliche Fügung kann man sprechen, als Champagner von Mönchen entwickelt worden. Die Könighöfe Europas und Russlands verfielen diesem Getränk sofort. Heute wie damals ist Champagner der Inbegriff von Luxus, doch keine Sorge, er schmeckt nicht nur in Verbindung mit einem Glauben!
Gegenwart: die hohe Kunst des Weingenusses
Schauen wir auf die Jahrtausend alte Geschichte des Weins zurück und dann in unser heutiges Weinglas, kann man den langen Weg der Entwicklung erahnen. Von vergorenen Trauben in einem Gefäß zu temperaturkontrollierter Vergärung im Edelstahltank, Wein war uns Menschen immer wichtig genug, um ihn noch besser zu machen. Bereits sehr früh gab es Literatur und schriftliche Anleitungen und einige Neuerungen wurden auch wieder rückgängig gemacht.
Inzwischen geht es nicht mehr nur um den richtigen Wein, sondern um den richtigen Wein zum richtigen Essen. Um das richtige Glas für diesen besonderen Tropfen. Und auch um Investition und Lagerzeiten. Doch der Genuß steht auch nach 10.000 Jahren immer noch im Vordergrund und für uns ist ein Grund zur Freude! Man teilt mit lieben Menschen die Entdeckung eines neuen Weins, der erste Wein, den man getrunken hat, bleibt etwas Besonderes.
Auch wir von Saittavini lieben den Weingenuß und so empfehlen wir nicht nur gut bewertete Weine, sondern lieber von uns verkostete Weine. Wir probieren die Rezepte in unseren Weinempfehlungen immer erst selber aus. Wir haben immer ein offenes Ohr und Auge für Weineinsteiger und Weinenthusiasten. Wir bereisen die Weinregionen und berichten darüber. Sollten Sie noch Fragen haben, dann sind wir gerne für Sie da!
Hilfreiche Weblinks zum Thema Wein
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