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Barolo Wein - Der König des Piemont

Drei Weine von Chiara Boschis, fotografiert auf der Vinitaly

Welcher der beste Rotwein der Welt ist, wird wohl final nicht zu beantworten sein. Barolo ist aber sicher ein Name der bei der Wahl fallen wird. Ein guter Grund, sich mit dem Barolo zu beschäftigen, bevor Sie sich einen Barolo Wein kaufen.

Einige kurze Fakten zu Barolo:

  • Barolo ist ein Rotwein, benannt nach der Stadt Barolo im Anbaugebiet Piemont

  • Barolo muss zu 100 % aus der Rebsorte Nebbiolo gekeltert wird

  • Barolo muss mindestens 2 Jahre im Holzfass und 1 Jahr auf der Flasche reifen, insgesamt müssen 38 Monate Reifung erreicht werden

  • Barolo Riserva muss insgesamt 62 Monate reifen, davon 18 Monate im Holz

  • Der natürliche Mindestalkohol liegt für Barolo und Barolo Riserva bei 12,50% vol. Alkohol

  • Stammt der Barolo aus einer Einzellage erhöht sich der natürliche Mindestalkohol auf 13 % vol. Alkohol


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2012 Barolo Riserva Bussia "Oro"
2012 Barolo Riserva Bussia "Oro"
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Barolo Dagromis 2014 Angelo Gaja
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2014 Barolo Sperss
2014 Barolo Sperss
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2015 Barolo DOCG Dagromis Magnum
2015 Barolo DOCG Dagromis Magnum
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Parusso Barolo Mosconi 2015
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2016 Barolo Riserva Falletto Vigna Le Rocche Magnum
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2017 Barolo
2017 Barolo
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2017 Barolo "Via Nuova" *bio*
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Angelo Gaja Barolo Dagromis 2017
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2017 Barolo DOCG Mosconi *bio
2017 Barolo DOCG Mosconi *bio
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2017 Barolo Riserva Falletto Vigna Le Rocche
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Vietti Barolo Riserva Villero 2012 - hinten
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2018 Barolo Cannubi *bio*
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2018 Barolo DOCG Brunate
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2018 Barolo DOCG Rocche di Castiglione
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Wo genau regiert König Barolo?

Der Barolo ist sicher mit der berühmteste Rotwein der Welt. Damit Sie den richtigen Barolo Wein kaufen können, erzählen wir Ihnen in diesem Artikel mehr über Barolo & Piemont.

Das Gebiet, aus welchem der Barolo Rotwein kommt, liegt im italienischen Piemont. Das Barolo Anbaugebiet liegt in der norditalienischen Region Langhe, genauer genommen in den Gemeinden der Provinz Cuneo. Der namensgebende, beschauliche Ort Barolo liegt rund 15km südwestlich der Trüffelhauptstadt Alba. Auf einer Fläche von rund 1.750 Hektar wird in den Orten Barolo, La Morra, Castiglione Falletto, Monforte d’Alba und Serralunga d’Alba der Kultwein aus Nebbiolo kultiviert. Hier in den Bergen der Langhe findet die anspruchsvolle Rebsorte Nebbiolo genau das Klima, was sie benötigt. Denn in dem Gebiet, rund um den Fluss Tanaro, gedeihen die Trauben sehr langsam und gelangen so zur perfekten Reife. Kühle, feuchte Nächte, heiße Tage und im Herbst aufgrund der Höhenlage (150 – 400 Meter) schon fast frostige Temperaturen lassen den kernigen Charakter der Nebbiolo entstehen. Für den Barolo werden nur die besten Südlagen bepflanzt.

Fässer, auf denen Glaskolben stehen. Jeder Glaskolben enthält Früchte oder Gewürze, die den Aromen im barolo entsprechen

Wie schmeckt Barolo?

Ein junger Barolo zeigt häufig Aromen von Kirschen und roten Beeren. Auch florale Noten nach Rose oder Veilchen sind sehr typisch für die jungen Weine.
Ein junger Barolo hat oftmals noch eine kräftige Säure und raue, eventuell leicht bittere Gerbstoffe. Wenn Sie einen solchen Wein öffnen möchten, empfiehlt es sich, ihn zu einem Schmorgericht zu reichen. So kann ein geschmorter Rindernacken die Tannine des Wein etwas abmildern und die Aromen unterstreichen.

Gereifte Barolo entwickeln ein feines Bukett nach Trüffeln Leder, getrockneten Pflaumen, Orangenzeste, Süßholz und auch Noten nach Wildfleisch. Die Tannine und die Säure mildern sich mit der Zeit und der Barolo entwickelt die Eleganz, für die er so berühmt ist. Ein gereifter Barolo darf von feinen Speisen begleitet werden. Eine Pasta mit Trüffeln oder ein Rehfilet auf roten Beten werden dem Wein schmeicheln.

Barolo – der König des Volkes im Piemont

Die Barolo-Region Langhe im Piemont wird auch gern mit dem Burgund verglichen. Denn während sich die Toskana in vielen Teilen mit dem Glanz des Bordeaux vergleichen lässt, hat sich das Gebiet des Barolo seinen bäuerlichen Charme und seine Authentizität bis heute bewahrt. Als Barolo bezeichnet man heute einen trockenen Rotwein aus der Nebbiolo Traube. Mit dem Barbaresco und dem Brunello di Montalcino bildet er die sogenannten drei großen B’s der italienischen Rotweine und wird zurecht als „Wein der Könige“ bezeichnet. Für uns ist es aber kein abgehobener Monarch der in der Manier des Sonnenkönigs über den Dingen steht. Nein, vielmehr ist es ein volksnaher Regent, ein Kerl der sich auch gern mal die Finger schmutzig macht und anpackt. Ein Typ, der natürlich über perfekte Manieren verfügt, aber eigentlich lieber Tweed Anzug als Smoking trägt. Für uns ist der Barolo daher der „König des Volkes“.

Machtübernahme und Regierungszeit von König Barolo

Der Name des Königs, Barolo, tauchte erstmals zu Beginn des 18. Jahrhunderts bei den Geschichtsschreibern auf. Allerdings handelte es sich dabei nicht um einen trockenen Wein, sondern um ein aromatisiertes Süßweingetränk. Immerhin wurde dies wohl schon aus Nebbiolo - Trauben hergestellt. Es sollte aber noch ein Jahrhundert dauern, bis die Marquise de Barolo, Giulia Falletti, den Weg für die Machtübernahme des trockenen Barolo ebnete. Es bedurfte allerdings der Unterstützung durch die Franzosen. Der Graf Cavour und sein französischer Önologe, Louis Oudart, berieten die Marquise bei dem Vorhaben. Dafür wurden Anbau- und Produktionsmethoden komplett verändert. Der Neue Wein fand aber schnell eine große Anhängerschaft und somit war die Machtübernahme gesichert.
In den Anfangsjahren seiner Herrschaft war der Barolo allerdings etwas schüchtern und er überlies die Vermarktung Handelshäusern. Diese kauften die Rotweine von kleineren Weinbauern und vermischten sie zu einem gemeinsamen Wein. Erst ab den 1960er Jahren wurde der Barolo selbstbewusster und viele Betriebe begannen ihre Weine selbst zu füllen und zu verkaufen. Dieser Mut wurde mit dem DOC Siegel Mitte der 60er Jahre belohnt. Damit waren die Landesgrenzen des Königs verlässlich geschützt.
Die Nachfrage stieg durch das Renommée führender Betriebe in den Folgejahren und durch den wirtschaftlichen Aufschwung wurde die Qualität der Weine gesteigert. Diese Entwicklung wurde mit dem DOCG Siegel 1980 belohnt. In nur 20 Jahren hatte sich der Barolo somit zu einem der führenden Weine gemacht. Bis heute hält dieser positive Trend an und die Produktion hat sich seit Beginn verzehnfacht. Leider haben sich die Preise in der Vergangenheit kontinuierlich mitentwickelt. In den letzten Jahren hat sich dies etwas stabilisiert, verbleibt aber auf einem hohen Niveau. Die Weine sind aber in der Regel durchaus ihren Preis wert.

Ein Wein wird aus einer Flasche in ein Glas eingeschenkt. Im Hintergrund sind Logos verschiedener Barolo-Weingüter abgebildet
Blick auf die Barolo-Lage Cannubi  im Piemont

Barolo - Der Boden unter den Tatsachen

Der Boden macht einen signifikanten Unterschied für den Stil eines Barolo. Grundsätzlich besteht er hier Großteils aus kalkhaltigem Mergel. Der Bodentyp in Barolo und La Morra ist sehr kompakt, frisch und fruchtbar. Es ist kalkhaltiger Lehm aus dem Tortonium und erbringt milde, fruchtige, würzige Weine. Diese Barolo reifen auch etwas schneller und sind früher zugänglich. Der zweite Bodentyp stammt aus dem Helvetium und weist einen höheren Sandsteinanteil auf. Er ist daher karger, weniger kompakt und triebfähig. Dieser Boden befindet sich in und um die Orte Castiglione Falletto, Monforte d’Alba und Serralunga d’Alba. Barolo aus Serralunga benötigen mehr Geduld, sind subtiler und haben eine dichte Struktur mit Stoff und das Bouquet ist anfangs noch verhalten. Welchen Typ Rotwein Sie bevorzugen, richtet sich ganz nach Ihrem Geschmack.


Barolo - Ein König mit einer harten Faust

Der Barolo ist grundsätzlich weniger ein Rotwein, der für den „Weineinsteiger“ geeignet ist. Der hohe Anteil an Gerbstoffen, sowie ein guter Säuregehalt und ein Alkoholanteil von mindestens 13% sind für den Anfänger oft wie eine harte Faust am Gaumen. Auch der erdige, teilweise an Teer erinnernde Geschmack machen ihn vielmehr zum Liebhaberwein.

Früher waren die Weine etwas weicher, da dem kantigen Nebbiolo oft etwas sanfterer Barbera zugeben wurde. Dies ist seit vielen Jahren allerdings verboten. Gesetzlich darf ein Barolo aus einem Ertrag von maximal 52 hl/ha gekeltert werden. Traditionell wird der Barolo nach der Ernte mindestens 24 Tage auf den Schalen in Eichenholzfässern mazeriert. Einige Winzer lassen die Trauben sogar 2 Monate auf der Schale. Dies verleiht dem Rotwein seine kräftige Farbe und die massiven Gerbstoffe.

Zudem muss ein Barolo mindestens 2 Jahre im Holzfass und 1 Jahr auf der Flasche reifen bevor er verkauft werden darf. Eine Riserva muss insgesamt sogar 5 Jahre lagern bevor sie vermarktet werden darf. Durch diesen hohen Anteil an Tanninen müssen solche Weine mindestens 10 Jahre auf der Flasche reifen um genießbar zu werden. Einen solchen Barolo Rotwein jung zu trinken kann einem vorkommen, wie wenn man von der Faust eines starken Mannes niedergestreckt wird. Unser König hat also wahrlich einen harten Punch. Mit Geduld und Flaschenreife wird der Wein aber zugänglicher, weicher, subtiler und bekommt seine typische ziegelrote Farbe. Gute Jahrgänge, wie ein Barolo 2016, können dann immer noch problemlos bis zu 30 Jahre altern.


Barolo - Glaubenskrieg im eigenen Land

In den 1980er Jahren zog es viele Winzerkinder in die weite Welt um neue Techniken und Ideen zu sammeln. Die damals junge und wilde Generation gründete Ende der 80er Jahre die Gruppe der „Barolo Boys“. Mit dem Einsatz von neuen önologischen Techniken im Weinbau und einer moderneren Kellerhygiene wollten sie den Barolo in der Neuzeit ankommen lassen. Der Einsatz von Barriques, moderne Fermentationstechniken und die rigorose Reduktion der Erntemenge des Nebbiolo durch „grüne Lese“ waren ihre Waffen im Kampf gegen den rustikalen Stil. Vor allem an dem damals in Mode kommenden Einsatz von Barrique-Fässern entzündeten sich heftige Kontroversen mit den alteingesessenen Winzern. Es entfachte sich geradezu ein „Glaubenskrieg“ zwischen Traditionalisten und Modernisten. Die Barolo Boys machten aus den ehemals rustikalen, schwer zugänglichen, vielleicht aber auch geheimnisvollen Weinen nun häufig solche, die unnatürlich dunkel, überextrahiert und durch deutliche Holzwürze geprägt waren. Durch diesen neuen Weinstil wurde der Barolo erstmals auf dem internationalen Weinmarkt als bedeutende Größe wahrgenommen und es konnten Verkaufspreise erzielt werden, die bis dahin als astronomisch galten. Diese „Revolution“ strahlte in ihrer Wirkung in die gesamte italienische Weinwelt aus. Auf der anderen Seite bestand die Gefahr, dass der Barolo seine Identität verlieren könnte, was zu heftigen Gegenreaktionen innerhalb der Winzerschaft führte. Das Gebiet war Mitte der 1990er gefühlt kurz vor einem Bürgerkrieg, denn hier ging es nicht mehr nur um den eigenen Geschmack.


Was macht König Barolo eigentlich heute?

Unser guter König Barolo verstand es natürlich, solche Stimmungen im Volk handzuhaben. Mit zeitgemäßer Liberalität hat er die Auseinandersetzungen zwischen Traditionalisten und Modernisten beendet. Die Unstimmigkeiten zwischen den Lagern, welche lange Zeit für Aufsehen gesorgt haben, gelten seit einigen Jahren als weitgehend überwunden. Heute vermischen sich die Techniken und es herrscht eine überwiegend gemäßigte Sichtweise. Es gibt zwar weiterhin bei einigen Weingütern viele Versuche, den Wein durch Maische-Erhitzung, kürzere Maische-Standzeiten, Holzausbau früher trinkreif zu machen. Aber die Region hat verstanden, dass eine Hexenjagd auf solche Betriebe nur dem Ansehen des Königs Barolo schadet und der Konsument sich ohnehin für seinen präferierten Stil Rotwein entscheidet. Ein guter Barolo passt übrigens hervorragend zu kräftigen Fleischgerichten wie Wild und Rind. Natürlich aber auch perfekt zu Trüffel- und Pilzgerichten, wie sie im Piemont typisch sind. Der vielzitierte Klimawandel hat in den letzten Jahren weitere Herausforderungen für die Region Piemont und seine Winzer gebracht und fordert Zeitgeist und Innovation. Sie sehen also, das letzte Kapitel der Herrschaft ist noch nicht geschrieben. Lang lebe der König!


Warum ist Barolo so teuer?

Sie haben nun erfahren, wie aufwendig und kostenintensiv die Produktion eines Barolo ist. Die Faktoren

  • Erntebegrenzung

  • intensive Vinifikationsmethoden

  • Dauer der Reifung im Weinkeller

  • Anspruchsvolle Pflege der Weinberge

sind Ursache für ein hohes Preisniveau. Doch eines ist sicher: die Investition lohnt sich! Bestellen Sie sich einige Flaschen des kostbaren Weins und legen Sie diese in Ihren Keller oder Weinreifeschrank. Wenn Sie diese Flaschen in 7, 10 oder 15 Jahren öffnen, ist Ihnen der Genuß garantiert! Auch wäre es Ihnen wahrscheinlich nicht möglich, einen so perfekt gereiften Barolo zu dem heutigen Preis in 10 Jahren überhaupt zu kaufen.


Barolo - Wein und Winzer bei Saittavini

Bei Saittavini finden Sie eine königliche Auswahl Barolo Rotweine, vom Hofstaat sorgfältig für Sie ausgewählt. Bei uns finden Sie viele namhafte Weingüter wie

und viele weitere.

Einen besonderen Hinweis möchten wir noch auf zwei Interviews geben, die wir mit Winzerinnen des Barolo führen durften:

Das Erbe einer Legende: Interview mit Bruna Giacosa vom Weingut Bruno Giacosa

Die Königin des Barolo: Interview mit Chiara Boschis


Selbstverständlich haben wir auch Rotweine aus der Region Piemont, die vielleicht nicht den DOCG-Status erhalten haben, die aber reinsortig aus der Nebbiolo - Traube gekeltert wurden und früher zugänglich sind. Auch die gesuchten und raren Etiketten dürfen nicht fehlen, das rote label von Giacosa der Barolo Rocche di Castiglione von Vietto zum Beispiel. Sollten Sie unsicher sein, welcher Barolo für Sie und den Anlaß der richtige ist, dann stehen wir Ihnen gerne mit einer persönlichen Beratung zur Seite. Ein Anruf oder eine Mail und wir finden garantiert den passenden Wein für Sie!