Barolo Wein
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Barolo Wein online kaufen: kuratierte Weingüter aus dem Piemont
Barolo Wein zählt zu den bedeutendsten Weinen aus dem Piemont und entsteht zu 100 Prozent aus der Rebsorte Nebbiolo. Bei Saittavini finden Sie eine kuratierte Auswahl renommierter Barolo-Winzer, von klassischen Stilisten bis zu modernen Interpretationen, direkt importiert und persönlich von unserem Sommelier-Team verkostet, bevor sie ins Sortiment kommen.
Vom zugänglichen Einstieg bis zum lagerfähigen Spitzenwein: Wir beraten Sie gern, welcher Barolo zu Ihrem Anlass und Ihren Speisen passt.
Barolo kaufen bei Saittavini: Winzer, Direktimport und Beratung
Zu unseren Barolo-Winzern zählen unter anderem:
- Bruno Giacosa
- La Spinetta
- E. Pira & Figli, Chiara Boschis
- Vietti
- Angelo Gaja
- Parusso
- Conterno Fantino
Wir pflegen den persönlichen Kontakt zu den Winzern. So kommen nur Weine zu Ihnen, die wir selbst kennen und regelmäßig verkosten. Einen Einblick in die Beziehung zwischen uns und den Barolo-Weingärtnern geben zwei Interviews, die wir mit Winzerinnen des Barolo geführt haben: die Gespräche mit Bruna Giacosa vom gleichnamigen Weingut sowie mit Chiara Boschis von E. Pira & Figli.
Neben klassifizierten DOCG-Barolo-Weinen führen wir auch reinsortige Nebbiolo-Weine aus dem Piemont, die früher zugänglich sind, ebenso wie gesuchte Raritäten aus einzelnen Lagen, sogenannten MGA (“Menzioni Geografiche Aggiuntive (MGA)”), die nur in kleinen Mengen entstehen. Möchten Sie Barolo Wein kaufen, beraten wir Sie gern zu Erzeuger, Jahrgang und Anlass, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns für eine kostenlose Weinberatung durch unsere Sommeliers.
Was ist Barolo?
Barolo ist einer der bekanntesten Weine aus dem Piemont: ein trockener DOCG-Rotwein, ausschließlich gekeltert aus der Rebsorte Nebbiolo. Das Anbaugebiet liegt in den Hügeln der Langhe, benannt nach dem kleinen Ort Barolo südwestlich von Alba. Elf Gemeinden gehören zur Appellation, die wichtigsten sind Barolo, La Morra, Castiglione Falletto, Monforte d'Alba und Serralunga d'Alba.
International wird Barolo oft „Wein der Könige" genannt, ein Beiname aus dem 19. Jahrhundert. Zuvor blieb der Wein durch kalte Kellertemperaturen oft unvollständig vergoren und damit süß und instabil. Die Marchesa Giulia Falletti di Barolo ließ ihn mit Unterstützung des Grafen Cavour und des französischen Önologen Louis Oudart modern und trocken ausbauen. Der neue Stil gefiel dem Königshaus Savoyen so gut, dass Barolo zu dessen bevorzugtem Wein wurde, daher der Name. 1966 erhielt die Appellation den DOC-Status, 1980 die DOCG-Auszeichnung, die höchste Stufe des italienischen Weinrechts.
Zusammen mit Barbaresco und Brunello di Montalcino bildet Barolo die drei großen B-Weine Italiens, drei DOCG-Ikonen mit jeweils eigenem Charakter.
Woher kommt der Barolo-Wein?
Das Barolo-Gebiet liegt in der Provinz Cuneo, rund 15 Kilometer südwestlich von Alba, auf Höhen zwischen 170 und 540 Metern über dem Meeresspiegel. Der nahe Fluss Tanaro, der die Langhe im Westen und Norden begrenzt, mildert das kontinentale Klima mit seinen kühlen, feuchten Nächten und warmen Tagen, in denen die Nebbiolo-Traube langsam reift und ihren kernigen Charakter entwickelt. Im Herbst kühlen die Nächte durch die Höhenlage zusätzlich ab, das verlängert die Reifephase und stärkt Aromatik und Säurestruktur der Trauben. Zugelassen sind ausschließlich Hügellagen, Flusstäler und schattige Nordhänge sind für den Anbau ausgeschlossen.
Der Boden prägt den Stil eines Barolo deutlich. In Barolo und La Morra liegt kalkhaltiger Lehm aus dem Tortonium, kompakt und fruchtbar. Weine von hier reifen schneller, sind früher zugänglich und zeigen sich duftig, weich und elegant. Rund um Castiglione Falletto, Monforte d'Alba und Serralunga d'Alba dominiert dagegen Sandstein aus dem Helvetium. Diese Böden ergeben kargere, dichtere Weine, die mehr Geduld verlangen, dafür aber an Struktur gewinnen.
Wer einen zugänglicheren Einstieg sucht, greift zu einem Barolo aus La Morra. Wer Tiefe und Lagerpotenzial bevorzugt, findet sie eher in einem Barolo aus Serralunga d'Alba.
Wie schmeckt Barolo?
Barolo zeigt durchweg hohe Säure, kräftige, feinkörnige Tannine und einen vollen Körper, das bleibt über die gesamte Reifespanne hinweg sein Grundgerüst. Mit den Jahren verändert sich vor allem das Aromenbild.
Ein junger Barolo zeigt Aromen von Kirsche und roten Beeren, dazu florale Noten nach Rose und Veilchen, im Glas ein helles, fast durchscheinendes Rubinrot, untypisch hell für einen derart kraftvollen Wein. Säure und Gerbstoffe sind in der Jugend hoch, mitunter leicht bitter, der Körper ist bereits jetzt kraftvoll. Öffnen Sie einen solchen Wein am besten zu einem Schmorgericht: Ein geschmorter Rindernacken mildert die Tannine ab und unterstreicht die Fruchtaromen.
Mit der Reifezeit verändert sich der Barolo grundlegend. Trüffel, Leder, getrocknete Pflaume, Orangenzeste und Süßholz treten in den Vordergrund, dazu Noten von Wildfleisch. Tannin und Säure werden milder, die Farbe wandelt sich von Rubinrot zu Ziegelrot. Gereifte Barolo passen zu feineren Speisen, etwa zu Pasta mit Trüffeln oder zu Rehfilet auf roten Beten.
Rebsorte Nebbiolo: Reife & Klassifikation
Barolo entsteht zu 100 Prozent aus Nebbiolo, einer der anspruchsvollsten Rebsorten Italiens. Sie braucht eine lange Vegetationsperiode und liefert dafür Weine mit viel Struktur: kräftige Tannine, lebendige Säure und ein Lagerpotenzial von 10 bis 30 Jahren, bei Spitzenjahrgängen auch deutlich länger.
Barolo muss laut den Regularien des Consorzio mindestens 38 Monate reifen, davon mindestens 24 Monate im Holzfass, bevor er in den Verkauf kommt. Eine Barolo Riserva braucht insgesamt mindestens 62 Monate, ebenfalls mit mindestens 18 Monaten Holzausbau. Der Mindestalkohol liegt bei 13 % vol.
Weil die vorgeschriebene Reifezeit viel Kellerkapazität bindet und der Ertrag laut Disziplinarmaßnahmen auf maximal 56 Hektoliter pro Hektar begrenzt ist, zählt Barolo Wein zu den teureren italienischen Rotweinen. Das vergleichsweise kleine Anbaugebiet und die hohe internationale Nachfrage verstärken diesen Effekt zusätzlich.
Klassischer oder moderner Barolo?
Zwei Stilrichtungen prägen den heutigen Barolo. Traditionelle Winzer bauen im großen Holzfass aus, mit langer Maischestandzeit. Das ergibt Weine mit ausgeprägter Tanninstruktur und einem eher rustikalen, langlebigen Charakter. Seit den 1980er-Jahren setzen andere Betriebe, bekannt als „Barolo Boys", auf Barrique-Ausbau, kürzere Maischezeiten und mehr Frucht in der Jugend. Beide Stile haben sich etabliert und stehen heute gleichberechtigt nebeneinander.
Für Einsteiger empfiehlt sich häufig ein moderner, barriquegereifter Barolo, zugänglicher in der Jugend, mit präsenter, aber integrierter Frucht. Wer den traditionellen, eleganten Charakter der Rebsorte kennenlernen möchte, greift zu einem klassisch im großen Holzfass ausgebauten Wein.
Die Grenzen zwischen beiden Lagern verschwimmen heute zunehmend. Viele Betriebe kombinieren große Fässer mit einem kleineren Anteil Barrique und wählen die Ausbaumethode je nach Lage und Jahrgang. Am Etikett allein lässt sich der Stil meist nicht ablesen, hier lohnt sich eine kurze Nachfrage bei unseren Sommeliers.
Welcher Barolo passt zu welchem Gericht?
Barolo verlangt nach kräftigen, aromatischen Gerichten, die seiner Struktur standhalten. Die Tannine binden Fett und Eiweiß, das macht ihn zum passenden Begleiter von Schmor- und Wildgerichten.
- Geschmorter Rindernacken oder Ossobuco: Die langsame Garzeit mildert die Tannine junger Barolo ab.
- Wild wie Reh oder Hirsch: Die würzige Tiefe des Weins trifft auf die Aromen des Wildfleischs.
- Trüffel- und Pilzgerichte: Die erdigen Noten im Wein und im Gericht verstärken sich gegenseitig.
- Gereifter Hartkäse: Der Fettanteil im Käse bindet die Tannine, dadurch wirkt der Barolo runder.
Zu leichten Vorspeisen oder Fischgerichten passt Barolo dagegen selten, dafür ist er zu kraftvoll und tanninreich.